Biwakbau

Anforderungen an einen Biwakplatz

Um in einem Biwak leben und ruhen zu können, muss dieses vier Bedingungen erfüllen: Für den Bau eines Biwaks muss man wissen:

 

Im Biwak bildet die kalte Luft einen Kältesee am Boden. Durch Heben der Schlafstellen kommt der Körper oberhalb des Kältegrabens zu liegen.

Wind und Sturm beschleunigen den Wärmeverlust. Natürlichen Schutz vor dem Wind bieten: Wald, Felsblöcke, Felsspalten, Felsriegel, Blockfelder, vom Wind abgekehrte Hänge. Möglichst zu meiden sind: Pässe, Lücken, Kreten und dem Wind ausgesetzte Hänge. Die richtige Standortwahl schützt auch beim Biwakbau vor der Kälte.

Die kalte Luft fliesst in die Talsohlen. Sie zieht warme Luftmassen nach sich. Dadurch entstehen in den Talsohlen Kälteseen. Die Hänge sind dem Frost und Reif weniger ausgesetzt. Die wärmste Zone befindet sich meistens oberhalb der Hangmitte. Diese Zone ist auch dem Kretenwind weniger ausgesetzt.

Durch Abstrahlung verliert der Boden die gespeicherte Wärme. Je freier sich die Abstrahlung auswirken kann,desto grösser ist die Bodenabkühlung. Wälder, Bäume, Wolkenschichten reduzieren den Wärmeverlust. Unbedecktes Gelände kühlt sich deshalb rascher ab als bedecktes.

 

Das Biwak muss vor Lawinen und Steinschlag geschützt sein. Überhängende Felsen und Grotten bieten guten Schutz dagegen, ebenfalls der untere Rand eines dichten Hangwaldes.

Buschgelände und Wiesen mit hohem Gras speichern die Feuchtigkeit.Auf wasserfestem Boden fliesst das Regen- und Schmelzwasser ab und sammelt sich in Mulden, Senken und Löchern.
Umwelteinflüsse auf ein Biwak

  • Schutz gegen die Witterung. Das Biwak muss ein Dach und Wände haben. Hierzu eignen sich die Zelte, der Fels, der Schnee und der Wald.

  • Schutz gegen Bodenkälte und Feuchtigkeit. In erster Linie mit Heu, Stroh, Stauden, Ästen oder Skiern.

  • Wärme im Innern: Kerzen, Petrol- oder Benzinlampen, improvisierte Öfen und heisse Steine geben die notwendige Wärme ab.

  • Gute, flache Liegestellen.

 

  • Trockene, unbewegte Luft ist ein schlechter Wärmeleiter.

  • Kalte Luft ist schwer und sinkt, warme Luft ist leichter und steigt.

  • Wasser und Feuchtigkeit sind gute Wärmeleiter (30 mal besser als Luft), die Feuchtigkeit fördert den Wärmeverlust.

  • Schnee ab mindestens 30 cm Tiefe ist ein guter Isolator. Wo Licht durch den Schnee schimmert, dringt auch die Kälte ein.

Gratis Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!