Ohne Käppi geht es nicht

>>>grosses Bild -abi- Laer. Die Sonne brennt schon um 9 Uhr vom Himmel. Scharen von Bienen und Wespen kreisen. Harald Trenner bietet ihnen kaum Angriffsflächen. Trotz fast 30 Grad Hitze trägt der 46-Jährige eine lange Hose, ein langärmeliges Hemd, feste Schuhe und ein Tuch um den Kopf. Diese schützen ihn vor einem Sonnenbrand, Zecken- und anderen Insektenstichen.
Der ausgebildete Wildnisführer aus Krefeld geht mit gutem Beispiel voran. Schließlich wird er die nächsten fünf Tage mit 20 Kindern in der freien Natur verbringen. Das erfordert einige Vorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen, die auch die Teilnehmer des Überlebenstrainings berücksichtigen müssen. Dieses wird im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde erstmals angeboten.
Zwischen sieben und 14 Jahre alt sind die Mädchen und Jungen, die sich dem ausgebildeten Ranger, seinem Hund Nanuk und den drei zusätzlichen Betreuern gespannt anschließen.
Treffpunkt für die kleinen Überlebenskünstler in spe ist die Schranke im Strübberhoek. An ihr sammeln sich an diesem Montagmorgen nicht nur die Jogger und Walker, sondern auch zahlreiche Eltern, die ihre Sprösslinge in die Obhut von Harald Trenner übergeben.
Hast du auch ein Käppi oder ein Tuch dabei?, will dieser von einem Mädchen wissen. Vergessen, bekennt die Mutter. Macht nichts, wir haben Tücher dabei, beruhigt der Experte. Du kannst noch wählen, erklärt eine der jugendlichen Betreuerinnen und hält der Kleinen eine Auswahl von bunten Tüchern hin. Insektenspray und Sonnenschutzmittel sind ebenfalls unersetzlich. Zur erforderlichen Ausrüstung gehören zudem ein Taschenmesse, ein Kompass der richtige Umgang soll geübt werden wettergerechte und zweckmäßige Kleidung und festes Schuhwerk. Nicht zu vergessen ein Tagesrucksack mit Brotverpflegung, Obst bloß keine Bananen und genügend viel zu trinken. Schließlich ist die Gruppe den ganzen Tag unterwegs. Bevor es los geht, müssen allerdings noch einige Dinge geklärt werden.
Inge Behler geht mit einer Teilnehmerliste herum und fragt die Mädchen und Jungen nach möglichen Allergien und nur für den Notfall nach den Telefon- beziehungsweise Handynummern ihrer Eltern. Das müssen wir schon wissen, erklärt die Geschäftsführerin des Vereins Initiative für Kinder und Jugendliche Laer und Holthausen, der Träger der Offenen Ganztagsgrundschule. Deren Besucher beteiligen sich an dem Überlebenstraining, das nach der Begrüßung mit einer Vorstellungsrunde sowie einer Schulscriptübergabe beginnt. So sollen die Ereignisse des Tages in Protokollen festgehalten werden.
Am Ende der Survival-Woche erhält jedes Kind eine Protokollmappe als Erinnerung und zudem ein Survivalangel-Zertifikat vorausgesetzt Tim, Kira, Kai und ihre Kameraden bestehen die theoretische und die praktische Prüfung. In dieser wird abgefragt, was alles gelernt wurde. Doch bis dahin werden die Wildniskünstler noch einiges erleben.

Dienstag, 10. August 2004  |  Quelle: Westfälische Nachrichten (Horstmar/Laer)

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